Neuere Beiträge

Das fragmentarische Streben

Dieser kurze Einschub, in dem er sich direkt an die Gesellschaft der Symparanekromenoi wendet, bricht in lockerem, fast heiterem Ton in die bisherigen Ausführungen über die Unterschiede zwischen antiker und moderner Tragödie hinein.

Die Symparanekromenoi

Über Vieles las ich hinweg, vor allem auf den ersten 15 Seiten, die ausserordentlich abstrakt und (deshalb) ermüdend wirken. Ich dachte während der Lektüre dieses ersten Teiles auch öfter daran, das Buch beiseite zu legen: zu vieles, was ich nicht oder nur notdürftig verstand. Doch gerade da, als ich entnervt eine Pause einlegen wollte, ändert...

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Aufsatz zu “Die unmittelbaren erotischen Stadien oder Das Musikalisch-Erotische” hier >>>.

Der absolute Gegenstand der Begierde

“Das Musikalisch-Erotische”: Die drei Stadien der Begierde, 3 (S.102-106) “Der Widerspruch im ersten Stadium lag darin, dass die Begierde keinen Gegenstand fand, sondern, ohne begehrt zu werden, schon im Besitze ihres Gegenstandes war und daher nicht zum Begehren kommen konnte. Im zweiten Stadium erscheint der Gegenstand in seiner Mannigfaltigkeit, indem aber die Begierde ihren Gegenstand...

Die Begierde erwacht, der Gegenstand entflieht

“Das Musikalisch-Erotische”: Die drei Stadien der Begierde, 1 & 2 (S.91-102) A’s Ausführungen zum ersten Stadium der Begierde müsste man hier eigentlich wortwörtlich und in Gänze wiedergeben, denn mit jedem Satz versucht er einen Aspekt dessen zu beleuchten oder zumindest ins rechte Licht zu rücken (eigentlich: den Betrachter mit seiner Taschenlampe korrekt zu positionieren), dessen...

Die Musik als das Dämonische

“Das Musikalisch-Erotische”: Nichtssagende Einleitung, S.78-91 Auf den letzten Seiten seiner nichtssagenden Einleitung versucht der Ästhetiker A nun Musik und Sprache voneinander abzugrenzen. Er beginnt damit, festzustellen, dass die Musik im eigentlichen Sinne eine christliche Kunst sei (indem sie das Sinnliche als Prinzip überhaupt setzt), worin sich das Dämonische äussert (S.78). “In der erotischen sinnlichen Genialität...

Die Sinnlichkeit in die Welt gebracht

“Das Musikalisch-Erotische”: Nichtssagende Einleitung, S.70-78 Weshalb gehört Mozart’s Don Juan zu den klassischen Werken und weshalb nimmt es innerhalb dieser den ersten Rang ein? Um diese Fragen zu beantworten muss der Ästhetiker A etwas ausholen. Nachdem er sich als musikalischer Laie bekannt und möglichen Einwänden an seinem Vorhaben, “die Bedeutung des Musikalisch-Erotischen darzutun” (S.72), begegnet...

Als legte der Schmerz des Verlustes

08.01.2012 Ich muss heute mit einigen persönlichen Anmerkungen beginnen, da mir gestern etwas zustiess, das mir in einem Zusammenhang mit meiner Kierkegaard-Lektüre zu stehen scheint. Ich habe in der Schweiz noch ein Konto. Dort liegen einige wenige Ersparnisse, die ich für im Ausland zu kaufende Bücher verwende oder für Zeiten, in denen die Haushaltskasse sich...

Die Feier in der geschichtlichen Zeit

“Das Musikalisch-Erotische”: Nichtssagende Einleitung, S.57-66 Wenn Homer den trojanischen Krieg, wenn Mozart den Don Juan als Stoff nicht gefunden hätte, wäre früher oder später ein anderer gekommen, der das Werk mit derselben Klasse und Meisterschaft vollbracht hätte. Und so lamentieren Legionen von Künstlern, dass ihnen andere zuvorgekommen seien, es sei “eine Verwechslung des Schicksals” (S.58)....

Die Litanei des Dichterlebens

Diapsalmata (S. 27-55): Lose Aphorismen, Stimmungsbilder, Gedanken, Notizen – oft klagend, dabei selten über Gemeinplätze hinausgehend (“warum bin ich nicht als kleines Kind gestorben?” (S. 51). Die Aphorismen erinnern ein bisschen an Lichtenberg (“Das Unproportionierte in meinem Körperbau ist, dass meine Vorderbeine zu kurz sein” (S.49), nur selten aber erreichen sie dessen Brillanz. Am Besten...

Wer A sagt

Lektüre: S. 21-25 Bevor Victor Eremita sein Vorwort mit Ratschlägen an die Leserin schliesst, stellt er noch Überlegungen zu den von den Verfassern A und B in ihren Papieren dargelegten Anschauungen an. Die von A und B dargelegten Lebensmodelle schliessen einander gegenseitig aus, man muss sich für das eine oder andere entscheiden, aber – so...

Zur Herausgeberschaft

Lektüre: S. 15 – 21 Victor Eremita verstaut die gefundenen Papiere hastig in einem Mahagonikasten, “in dem sonst ein paar Pistolen zu liegen pflegten” (S. 15), und macht sich auf die Reise. In der “herrlichen Gegend” von Hilleröd unternimmt er mit diesem Kasten weite Exkursionen, auf denen er die Papiere studiert. Der Wirt, der dies...