Heute stehen Frickelarbeiten an, letzte Überarbeitungen und Einarbeitungen von Korrekturen, vorletzte Feilereien (die definitiv letzten sind immer erst die, die noch gemacht werden, wenn die Druckerei die Rollen anwirft – womit auch gesagt ist, dass “vorletzt” nicht “zweitletzt” bedeutet, sondern alles, was “vor” dem “letzten” kommt). Irgendwie muss ich es hinbekommen, meine Gedanken von Michael Perkampus’ “Regenschirm” abzulenken, den ich mir gestern zwei Mal anhörte. Ein grandioses Stück, wieder einmal, lauter als der Guckkasten, sehr viel lauter, aber umso unheimlicher in den leisen Zwischentönen, eine vielschichtige Groteske, die, beginnt man zu hinterfragen, in komplexe Strukturen hineinführt, in denen man sich leicht verstrickt. Ich werde dazu im Lauf der nächsten Tage eine Rezension schreiben, kann aber jetzt schon empfehlen: kaufen!